Beobachtungen bei sehr hohen Frequenzen
GEO600 verfolgt das Ziel, Gravitationswellen mit Frequenzen von bis zu 2 MHz zu beobachten und so unser Verständnis von dunkler Materie und dem frühen Universum zu verbessern. Diese Frequenzen sind viel höher als die, die aktuelle Instrumente beobachten.
Aktuelle Detektoren wie LIGO, Virgo, KAGRA und GEO600 beobachten Gravitationswellen in einem Frequenzbereich von 10 Hertz bis 6 Kilohertz. In diesem Fenster werden regelmäßig Verschmelzungen von Schwarzen Löchern oder Neutronensternen beobachtet. Es werden zudem die Signale von rotierenden, einzelnen Neutronensternen und Sternexplosionen erwartet.
Physiker*innen gehen davon aus, dass es in unserem Universum verschiedene Objekte gibt, die Gravitationswellen mit viel höheren Frequenzen im Bereich von bis zu Millionen Hertz aussenden könnten. Die Suche nach ihnen und ihre Entdeckung – aber auch das Ausbleiben eines solchen Nachweises – wird unser Verständnis des Universums vertiefen.
Upgrades bei GEO600
Bei GEO600 haben zwei wesentliche Upgrades stattgefunden. Sie betreffen die Laserquelle und das Datenerfassungssystem.
Die Laserquelle bei GEO600 wurde erneuert. Es wurde ein besserer Laserverstärker installiert, der den Detektor mit bis zu 70 Watt Laserleistung versorgt und dessen Messgenauigkeit erhöht.
Darüber hinaus wurde das Datenerfassungssystem bei GEO600 mit neuen Komponenten aufgerüstet. Diese erfassen die Messdaten nun 4 Millionen Mal pro Sekunde, um die Beobachtung von hochfrequenten Gravitationswellen mit Frequenzen von bis zu 2 MHz zu ermöglichen.












