Dezember 2018

Dezember 2018

Quetschlicht von fast 6 dB Stärke in GEO600

Der Nachweis von Gravitationswellen beruht auf hochpräzisen Lasermessungen kleinster Längenänderungen. Das internationale Detektornetzwerk ist inzwischen so empfindlich, dass es durch quantenmechanische Effekte grundlegend begrenzt ist. Diese verursachen ein allgegenwärtiges Hintergrundrauschen, das die Gravitationswellensignalen überlagert. Man kann die Eigenschaften dieses Rauschens – mit einem Prozess namens Quetschlicht – so verändern, dass dieses Rauschen die Messung weniger stört. Jetzt haben die GEO600-Forscher ein stärkeres Quetschlicht als je zuvor erzeugt.

Das Team vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut; AEI) und der Leibniz Universität Hannover erreichte bei GEO600 einen Squeezing-Pegel von 5,7 dB und unterdrückte damit das Quantenhintergrundrauschen um fast den Faktor 2. Im Vergleich zu einem Detektor ohne Squeezing erhöht sich dadurch das beobachtbare Volumen des Universums um den Faktor 7. Mehr in unserer Pressemitteilung:

Der deutsch-britische Gravitationswellen-Detektor macht einen wichtigen Schritt zu Observatorien der dritten Generation wie dem Einstein-Teleskop. mehr
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