Gravitationswellen

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Direkter Nachweis von Gravitationswellen

Einstein hatte sie vor hundert Jahren vorhergesagt, nun wurden sie zum ersten Mal direkt gemessen: Gravitationswellen. Das Signal zweier verschmelzender schwarzer Löcher wurde von den LIGO-Detektoren in Hanford und Livingston in den USA aufgezeichnet.
Numerisch-relativistische Simulation der Verschmelzung der beiden schwarzer Löcher, die das am 14. September 2015 registrierte Signal erzeugte. Bild vergrößern
Numerisch-relativistische Simulation der Verschmelzung der beiden schwarzer Löcher, die das am 14. September 2015 registrierte Signal erzeugte. [weniger]

Am 14. September 2015 um 11:50:45 MESZ registrierten beide LIGO-Detektoren im zeitlichen Abstand von 7 ms das gleiche Signal: Es entspricht dem zweier schwarzer Löcher, die sich immer schneller umkreisen und schließlich verschmelzen. Die Frequenz steigt dabei in 0,2 Sekunden von von 35 Hz auf 150 Hz; die maximale Signalstärke liegt bei 10-21. Die beiden schwarzen Löcher hatten die 36- bzw. 29-fache Masse unserer Sonne; das nach der Verschmelzung entstandene schwarze Loch hat die Masse von 62 Sonnen, d.h. insgesamt 3 Sonnenmassen sind in Form von Gravitationswellen abgestrahlt worden.

Die Verbesserung der Empfindlichkeit der LIGO-Detektoren beruht auf vielen bei GEO600 entwickelten und getesteten Technologien: leistungsfähigere Laser vom
Laser Zentrum Hannover und dem Albert-Einstein-Institut Hannover, monolithische Spiegelaufhängungen und Leistungs- und Signalüberhöhung.

Um 16:30 am 11. Februar 2016 wurde die Entdeckung in mehreren Pressekonferenzen – eine davon in Hannover – verkündet.

 
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