Ansprechpartner

Dr. Harald Lück
Gruppenleiter
Telefon:+49 511 762-4777Fax:+49 511 762-2784

Albert-Einstein-Institut Hannover

http://www.aei.mpg.de/

Pressekontakt für Italien

Antonella Varaschin
Ufficio per la Communicazione
Telefon:+39 0668868162

INFN - Istituto Nazionale di Fisica Nucleare

Pressekontakt für Frankreich

Arnaud Marsollier
Telefon:+33 1 44 96 40 35 / +41 76 487 2769

Pressekontakt für die Niederlande

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Susanne Milde
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Milde Marketing Wissenschaftskommunikation

Weiterführende Informationen

Hintergrundinformationen

  • Das Einstein-Teleskop (ET) ist ein Gemeinschaftsprojekt acht europäischer Forschungsinstitute
    unter Leitung des European Gravitational Observatory (EGO). An ET sind beteiligt: EGO, ein italienisch-französisches Konsortium bei Pisa in Italien; das Instituto Nazionale di Fisica Nucleare (INFN), Italien; das Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Frankreich; das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut/AEI), Deutschland; die Universitäten Birmingham, Glasgow und Cardiff, Großbritannien; Nationaal instituut voor subatomaire fysica (NIKHEF), Niederlande.
    Außerdem waren zahlreiche Wissenschaftler aus anderen europäischen Institutionen sowie aus den USA und Japan an der Verwirklichung dieser Studie beteiligt.

  • Der direkte Nachweis von Einsteins Gravitationswellen gehört nach wie vor zu den wichtigsten offenen Fragen der modernen Wissenschaft. Ihre direkte Beobachtung wird, so hoffen die Wissenschaftler, neben der Untermauerung der Allgemeinen Relativitätstheorie, besonders für extreme Gravitationsfelder im Umfeld Schwarzer Löcher, auch die Ära der Gravitationswellenastronomie einläuten und damit vollkommen neue Einblicke in unser Universum ermöglichen: Erstmals ließe sich dann ein Blick in die ganz frühe „Kinderstube“ des Universums werfen.
    Da sich die bisherigen kosmologischen Beobachtungen des Himmels auf das elektromagnetische Spektrum beschränken, erreichen uns Informationen über die Entstehung des Universums erst ab der Periode von rund 380.000 Jahren nach dem Urknall. Weiter zurück liegende Entwicklungsphasen bleiben der Beobachtung bislang verborgen, da vorher Licht und Materie fortwähren miteinander interagierten, und das Universum erst nach diesem Zeitpunkt transparent für elektromagnetische Strahlungen wurde. Die verschiedenen Theorien zum früheren Universum sind somit bislang experimentell nicht bestätigt. Bei einer direkten Messung von Gravitationswellen könnte man vermutlich bis zum ersten Billionstel der ersten Sekunde nach dem Urknall zurückblicken, und damit völlig neue Einblicke in unser Universum erlauben.

  • Die GW-Forschung ist ein weltweites Anliegen, da vollständige Informationen über viele der GW-Quellen nur mit mehreren gleichzeitig, an weit auseinanderliegenden Stellen arbeitenden Interferometern gewonnen werden können. Daher arbeiten die US-Amerikanischen (LIGO), Deutsch-Britischen (GEO600) und Italienisch-Französisch und Niederländischen (Virgo) Wissenschaftler schon lange eng zusammen. Sie teilen technologische Forschungen und Erkenntnisse, theoretische Fortschritte sowie Datenanalysemethoden und –werkzeuge. Das Gesamteuropäische Projekt ET wird die weltweite Zusammenarbeit noch weiter verbessern.

Die derzeit aktiven Observatorien:

  • GEO600: Das deutsch-britische Observatorium ist in der Nähe von Hannover angesiedelt
    und wird von Forschern des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik (Albert-Einstein- Institut AEI) und der Leibniz Universität Hannover sowie der britischen Universitäten Glasgow, Cardiff und Birmingham betrieben. Finanziert wird das GEO-Projekt von der Max-Planck-Gesellschaft, dem Land Niedersachsen, der Volkswagenstiftung, sowie dem britischen Science and Technologies Facilities Council (STFC). GEO arbeitet eng mit dem Exzellenzcluster QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research) in Hannover zusammen.
  • Virgo: Französisch-italienisch-niederländisches Projekt mit 3 km langen Laserarmen in Cascina bei Pisa. Dieses Projekt hat sich von Anfang an auch die Messung bei besonders niedrigen Frequenzen zum Ziel gesetzt. Virgo wird von CNRS (Centre national de la recherche scientifique) und INFN (Istituto Nazionale de Fisica Nucleare) finanziert.

  • Bei den US-amerikanischen LIGO-Detektoren handelt es sich um je ein 2-km- und ein 4-km-Instrument in Hanford im Bundesstaat Washington und ein 4-km-Instrument in Livingston im Bundesstaat Louisiana. Das vom California Institute of Technology (CalTech) und dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte und betriebene LIGO-Projekt wird von der National Science Foundation (NSF) finanziert.

 
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