Datenanalyse und Datenspeicherung

Der Atlas-Computercluster ist der größte und leistungsfähigste Rechner der Welt, der zur Suche nach Gravitationswellen und zur Datenanalyse eingesetzt wird.

Der Atlas-Computercluster am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover ist der weltweit größte Cluster, der zur Gravitationswellen-Datenanalyse eingesetzt wird. Bild vergrößern
Der Atlas-Computercluster am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover ist der weltweit größte Cluster, der zur Gravitationswellen-Datenanalyse eingesetzt wird. [weniger]

Atlas gehört zu Bruce Allens Abteilung "Beobachtungsbasierte Relativität und Kosmologie" am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Hannover. Die GEO600-Daten werden zu Rechnern im Atlas-Clusterraum übertragen und auf dem System zur hierarchischen Speicherverwaltung des Clusters gespeichert; andere Server analysieren einen Teil der Daten zur Detektorcharakterisierung.

Atlas wurde offiziell im Mai 2008 eingeweiht. Einen Monat später wurde er auf Platz 58 in der Liste der weltweit schnellsten Computer eingestuft. Damals war er der sechstschnellste Computer in Deutschland.

Anfang 2020 wurde der Cluster auf mehr als 50.000 physische CPU-Kerne (etwa 90.000 logische) in 3.000 Servern erweitert. Diese Server reichen von 2000 älteren 4-Kern-Systemen mit je 16 GB RAM, 550 Systemen mit 28 CPU-Kernen und 192 GB RAM bis hin zu den neuesten 444 mit 64 CPU-Kernen und je 512 GB RAM. Zusätzlich wurden etwa 350 hochleistungsfähige, spezialisierte Grafikkarten (GPUs) parallel zu den etwa 2.000 vorhandenen Karten für Spezialanwendungen hinzugefügt. Diese Ergänzungen erhöhen die theoretische Spitzenrechenleistung von Atlas auf mehr als 2 PFLOP/s.

 
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