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Zur Geschichte von GEO600

In den 1970er Jahren begannen zwei europäische Gruppen mit Forschungen zur interferometrischen Gravitationswellen-Detektion: 1975 startete das Max-Planck-Institut für Astrophysik in München mit einem Prototyp von 3 m Armlänge, der später (1983) am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching zu einem Prototyp mit 30 m Armlänge ausgebaut wurde. 1977 begann das Department of Physics and Astronomy der Universität Glasgow mit ähnlichen Untersuchungen und startete 1980 mit einem 10 m Prototyp. 1985 schlug die Garchinger Gruppe die Konstruktion eines großen Detektors mit 3 km Armlänge vor, die Britische Gruppe 1986 ein ähnliches Projekt. 1989 beschlossen beide Gruppen zusammenzuarbeiten - das Projekt GEO war geboren, der Harz erschien als ideal geeigneter Platz. Wegen finanzieller Probleme wurde das Projekt jedoch aufgegeben. Statt dessen wurde 1994 ein kleinerer Detektor vorgeschlagen: GEO600 mit 600 m Armlänge, der auf einem Acker in der Nähe von Hannover gebaut werden sollte. Der Bau dieses Deutsch-Britischen Gravitationswellen-Detektors begann im September 1995. Im Jahre 2001 übernahm das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) in Potsdam den Hannoverschen Zweig des MPQ. Seit 2002 wird der Detektor gemeinsam vom Zentrum für Gravitationsphysik und der Leibniz Universität Hannover betrieben, zusammen mit der Universitäten von Glasgow und Cardiff. Seit 2002 hat GEO600 an mehreren Datenaufnahmen gemeinsam mit den LIGO-Detektoren teilgenommen. Im Jahre 2006 hat GEO600 die gewünschte Empfindlichkeit erreicht, aber bis heute wurde kein Signal nachgewiesen.

 
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