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Dr. Benjamin Knispel
Dr. Benjamin Knispel
Press Officer AEI Hannover
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Max Planck Institute for Gravitational Physics, Hannover

https://www.aei.mpg.de

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GEO600

Ein zentrales Forschungsvorhaben an dem der Hannoveraner Exzellenzcluster QUEST beteiligt ist, ist das deutsch-britische Gravitationswellenobservatorium GEO600 in Ruthe bei Hannover. Gemeinsam mit den US-amerikanischen LIGO-Detektoren sowie dem französisch-italienischen Virgo-Projekt wird hier daran gearbeitet, erstmals die von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen direkt zu messen, um bisher nicht zugängliche Bereiche unseres Universums sehen bzw. hören zu können, Raum und Zeit besser verstehen zu lernen.

Die Messung von Gravitationswellen ist eine internationale Herausforderung, denn um die schwachen Signale beobachten zu können, sind extrem leistungsstarke und präzise Messtechnologien erforderlich. Die Hannoveraner QUEST- und GEO600-Wissenschaftler sind auf diesem Gebiet weltweit führend. Sie haben beispielsweise neue Methoden in der Laserkühlung und Atominterferometrie entwickelt, die es ermöglichen, die Quantennatur von Licht- und Materieteilchen als Werkzeuge einsetzen zu können.

GEO600 gilt als think tank unter den Gravitationswellendetektoren. Während sich die Partnerprojekte derzeit auf die nächste Messreihe vorbereiten, bei der erstmals die modernsten Laser der Welt eingesetzt werden – sie wurden in Hannover entwickelt – , ist GEO600 schon einen Schritt weiter: Hier wird in den kommenden Monaten erstmals mit gequetschtem Licht und gequetschtem Vakuum gearbeitet – Technologien, die in der nächsten Generation der Gravitationswellenobservatorien eingesetzt werden sollen.

Albert-Einstein-Institut (AEI) Hannover

Am Albert-Einstein-Institut Hannover betreiben Max-Planck-Gesellschaft und Leibniz Universität Hannover gemeinsam experimentelle Gravitationswellenforschung. Dazu gehört sowohl die Grundlagenforschung als auch die angewandte Forschung auf den Gebieten Laserphysik, Vakuumtechnik, Vibrationsisolation sowie die klassische Optik und Quantenoptik. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung und Realisierung von Algorithmen zur Datenanalyse für verschiedene Typen von Quellen für Gravitationsstrahlung. Zusammen mit dem in Potsdam angesiedelten theoretischen Teil des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik bildet das Albert-Einstein-Institut ein weltweit einzigartiges Zentrum für Gravitationsphysik, das alle ihre Aspekte abdeckt.

Gemeinsam mit britischen Forschungseinrichtungen betreibt das AEI Hannover in Ruthe bei Hannover den Gravitationswellendetektor GEO600. Die Wissenschaftler des Instituts sind außerdem federführend an LISA (Laser Interferometer Space Antenna), dem geplanten Gravitationswellendetektor im Weltraum beteiligt. Das Gemeinschaftsprojekt von NASA und ESA soll ab 2021 Gravitationswellen im Weltraum messen und damit erstmals so tief ins Universum hinein „hören“ können wie niemals zuvor.

 
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