Pressekontakt

Dr. Benjamin Knispel
Dr. Benjamin Knispel
Press Officer AEI Hannover
Phone:+49 511 762-19104Fax:+49 511 762-17182

Max Planck Institute for Gravitational Physics, Hannover

https://www.aei.mpg.de

Gravitationswellendetektor GEO600
Ein kostenloser Bustransfer bringt Sie nach Ruthe, ca. 20 Kilometer südlich von Hannover. Dort besichtigen Sie GEO600, einen interferometrischen Detektor mit einer Armlänge von 600 Metern, der die direkte Messung von Gravitationswellen ermöglichen soll. Diese winzigen Kräuselungen der Raumzeit werden von kosmischen Ereignissen wie Supernova-Explosionen oder verschmelzenden Neutronensternen erzeugt und wurden bereits 1916 von Albert Einstein vorhergesagt. Im „Astrowatch“-Programm lauscht GEO600 derzeit als weltweit einziger interferometrischer Detektor im aktiven Messbetrieb nach Gravitationswellen.

Der Gravitationswellendetektor GEO600 wurde in deutsch-britischer Kollaboration erbaut und ist Teil der LIGO Scientific Collaboration (LSC), innerhalb derer wir gemeinsame Messprogramme vereinbaren und unsere Messdaten gemeinsam auswerten.

Treffpunkt vor dem Hauptgebäude der Universität (zwischen den Löwenstatuen)
Do., 21.3., 11:15 Uhr
maximal 45 Teilnehmer
Rückkehr vor 15:00 Uhr

Info-Stand „LISA und Einstein@Home“
Montag bis Freitag, Hauptgebäude der Universität, vor Hörsaal F142

Besuchen Sie unseren Stand, um sich über die Satellitenmission LISA und das verteilte Rechenprojekt Einstein@Home zu informieren. Voraussichtlich in 15 Jahren wird LISA, ein Gravitationswellenobservatorium im All, seine Messungen beginnen. Einstein@Home sucht bereits heute mithilfe von hunderttausenden Freiwilligen nach den Wellen aus dem Kosmos.

Vortrag „Listen to the Universe“
Donnerstag, 21.3., 18:30 Uhr, Bahlsensaal (Hörsaal F303)
Simon Barke und Benjamin Knispel

Zwei Projekte, an deren Planung und Ausführung das Albert-Einstein-Institut beteiligt sind, stehen im Mittelpunkt dieses Vortrags: das geplante Weltraumobservatorium LISA und das verteilte Rechenprojekt Einstein@Home, die beide auf unterschiedlichen Weisen dem Kosmos lauschen, um die bereits 1916 von Albert Einstein vorhergesagten Gravitationswellen aufzuspüren. Gravitationswellen sind winzige Krümmungen der Raumzeit, die bislang nicht direkt gemessen werden konnten und deren direkte Detektion eine neue Ära der Astronomie einläuten wird.

LISA (Laser Interferometer Space Antenna) ist das Konzept eines Gravitationswellenobservatoriums im Weltraum. Drei Satelliten, in noch nie erreichter Ruhe, spannen ein Dreieck aus Laserlicht mit einer Kantenlänge von Millionen von Kilometern auf. Dies ermöglicht hochpräzise Abstandsmessungen zwischen den Satelliten, wodurch winzige Wellen in der Raumzeit aufgespürt werden können. Eine Mission nach diesem Prinzip wird voraussichtlich in 15 Jahren ihren Betrieb im All aufnehmen. Dann ist es erstmals möglich, die dunkle Seite unseres Universums zu hören:
Schwarze Löcher, Weiße Zwerge und vielleicht sogar das Echo des Urknalls.

Einstein@Home ist ein verteiltes Rechenprojekt das bereits jetzt nach den Signalen von schnell rotierenden, kompakten Neutronensternen in den Signalen der erdgebundenen LIGOGravitationswellen- Detektoren sucht. Das Projekt vereint hunderttausende von Freiwilligen weltweit, die brachliegende Rechenzeit auf ihren PCs für die Datenanalyse zur Verfügung stellen. Einstein@Home hat bereits über 40 neue Neutronensterne in den Daten großer Radioteleskope entdeckt und durchsucht die Daten des Gamma-Satelliten Fermi nach unbekannten Gammapulsaren.

 
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